Hessen Wahl – Phoenix nimmt Blogosphaere war

Januar 19, 2009 by validom · 1 Comment
Kategorie: Netzwelten 

Viele Medien berichten aktuell über die Hessen-Wahl, deren Ausgang und die möglichen Schuldigen.

Bemerkenswert zu allen anderen vorhergehenden Wahlen finde ich, dass der TV-Sender Phoenix auf die “Blogosphäre” direkt eingeht. Dazu hat die Redaktion ein Studio eingerichtet in dem einige Helfer an PC’s sitzen und Foren, Blogs und Chats beobachten. Dies um dann im TV zusammenfassend über die “Stimmung” im Internet zu berichten.

Ich bin gespannt wie sich das weiter Entwickelt – im “Superwahljahr 2009″ erwartet uns noch einiges – u.A. Europa- und Bundestagswahl.

Gentests am Straßenrand

Januar 12, 2009 by validom · Kommentare deaktiviert
Kategorie: Privacy 

Wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet werden im dazu gehörigen Kreis seit einiger Zeit DNA-Probem bei Verkehrskontrollen durch geführt. Natürlich nur auf freiwilliger Basis.

Hintergrund ist, dass dort wohl eine Massenmörderin um geht – und auch eine Polizistin ermordet wurde. Ich kann verstehen, dass deren Kollegen nun so richtig sauer sind. Denn auch nach Monaten konnte der/die TäterIN noch nicht gefasst werden.Jedenfalls  ist es nicht verwunderlich auf solch eine Idee zu kommen.

Dennoch finde ich das völlig unverhältnismäßig. Nicht nur kostet das einen ganzen Haufen Steuergelder, es ist wieder mal der Generalverdacht, mit dem alle Bürger kriminalisiert werden. Zudem ist die “Freiwilligkeit” bei solchen Tests nur Makulatur, wer “nein” sagt wird erst recht verdächtig – und wird sich früher oder später in einem Ermittlungsverfahren wiederfinden bei dem er seine DNA dann per richterlichem Beschluss zwangsweise abgeben muss.

Es ist auch fraglich, was mit den Proben geschieht. Zwar wird davon berichtet, diese würden vernichtet. Gut – aber was ist mit den Daten, die das Genlabor extrahiert hat? Werden die auch gelöscht? Und was soll diese “Negativdatei”, diese Negativliste könnte man auch ohne Gen-Daten führen (einfach die sonst üblichen Identifikationsdaten dort wie Name und Geburtsdatum).

Datenbank Funkzelleninformationssystem

Januar 8, 2009 by validom · Kommentare deaktiviert
Kategorie: Privacy 

Jeder anstädndig paranoide Mensch weis vermutet es ja schon seit Jahren: die Behörden können einen immer und überall Orten – wenn man sein Handy dabei hat. Es aber so offen zu präsentieren und als Allheilmethode in der Vermisstensuche ein zu setzen – das schockiert dann doch.

In der “Datenbank Funkzelleninformationssystem” kombinider t Bayern Funkzellen-Informationen wie genauer Standort, Reichweiten., Funkwellungausbreitungseigenschaften etc. mit GPS und wenn ich das richtig Verstanden habe auch manuellen Mess- bzw. Erfahrunswerten. Damit wird die Ortung sehr genau. Zwar kann das zur Menschenrettung durchaus praktisch sein – doch die Behörden dürfen das ohne richtlerliche Genehmigung verwenden. Wenn ich Zustimmen würde – wie das bei der Steiger-Stiftung möglich ist – wäre das ja auch OK. Doch so, ganz ohne Genehmigungsverfahren und vrstl. ohne Nachvollziehbarkeit wer da wann wen geortet hat… nein Danke.

Die ILST München (Feuerwehr, Rettungsdienst – “Integrierte Leitstelle”) verwendet das System nicht mal – wenn, dann müssten die das doch zu erst bekommen. Wer 112 wählt darf ruhig geortet werden. Aber nicht wer ganz normal sein Handy dabei hat!

Ich werde mich da mal schlauer machen, auch wenn das wieder Zeitaufwändig wird. In jeden Fall will ich, dass eine Ortungsmaßnnahme einer richtlerlichen Prüfung unterliegt. Alternativ nur bei Haftbehefehl oder vorheriger Zustimmung (für Notfälle wie das die Steiger-Stiftung macht) .

BigBrother State

Januar 8, 2009 by validom · Kommentare deaktiviert
Kategorie: Netzwelten, Privacy 

Es gibt sehr wenige gute Videos in englischer Sprache welche auf das Thema “Überwachungsstaat” und deren gefahren ihrer Gesamtheit eingehen. Ich finde dieses Video hier so gut, dass ich es Euch zeigen muss :)


YouTube Direkt 

Es ist in einem sehr guten (britischen) Englisch gesprochen. Danke dafür!

TOR auch trotz Vorratsdatenspeicherung legal

Januar 7, 2009 by validom · Kommentare deaktiviert
Kategorie: Netzwelten, Privacy 

Immer wieder mal werde ich gefragt, ob man denn nun seinen TOR-Server wegen der Vorratsdatenspeicherung abgeschalten müsse. NEIN.

Wie Patrick in seinem Blog ausführlich beschreibt gilt die Vorratsdatenspeicherungs-Pflicht nicht für unentgeltliche, Dienste. TOR, offene und kostenlose WLAN-Hotspots, I2P oder andere kostenlose anonymisierungsdienste sind daher weiter völlig legal – ohne Vorratsdatenspeicherungs-Pflicht.

Ich jedenfalls habe die Bandbreite meiner TOR-Nodes erhöht, da sich doch ein Abfall von exit-nodes seit dem 01.01.2009 fest stellen lässt. Ich möchte aber jeden ermutigen, weiterhin anonymisierungsdienste zu betreiben. Die Gefahr dabei in Ermittlungen “einbezogen” zu werden ist nicht höher als letztes Jahr.

Zudem trägt ein eigener TOR-Exit-Node im Abstellschrank, Keller o.ä. erheblich zur eigenen Anonymität bei!

Im gleichen Zug möchte ich aber darauf hin weisen, dass es als Betreiber von solch wichtigen Diensten wie TOR durchaus Sinnvoll sein kann sich ein wenig auf “Besuch” vor zu bereiten. Das ist relativ einfach – verschlüsselt einfach alle Platten, CDs/DVDs usw. Das kostet tatsächlich weniger Performance als man glaubt.

Auf ein freies und anonymes Internet!

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: