Gentests am Straßenrand

Wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet werden im dazu gehörigen Kreis seit einiger Zeit DNA-Probem bei Verkehrskontrollen durch geführt. Natürlich nur auf freiwilliger Basis.

Hintergrund ist, dass dort wohl eine Massenmörderin um geht – und auch eine Polizistin ermordet wurde. Ich kann verstehen, dass deren Kollegen nun so richtig sauer sind. Denn auch nach Monaten konnte der/die TäterIN noch nicht gefasst werden.Jedenfalls  ist es nicht verwunderlich auf solch eine Idee zu kommen.

Dennoch finde ich das völlig unverhältnismäßig. Nicht nur kostet das einen ganzen Haufen Steuergelder, es ist wieder mal der Generalverdacht, mit dem alle Bürger kriminalisiert werden. Zudem ist die „Freiwilligkeit“ bei solchen Tests nur Makulatur, wer „nein“ sagt wird erst recht verdächtig – und wird sich früher oder später in einem Ermittlungsverfahren wiederfinden bei dem er seine DNA dann per richterlichem Beschluss zwangsweise abgeben muss.

Es ist auch fraglich, was mit den Proben geschieht. Zwar wird davon berichtet, diese würden vernichtet. Gut – aber was ist mit den Daten, die das Genlabor extrahiert hat? Werden die auch gelöscht? Und was soll diese „Negativdatei“, diese Negativliste könnte man auch ohne Gen-Daten führen (einfach die sonst üblichen Identifikationsdaten dort wie Name und Geburtsdatum).

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