Wikileaks : Hausdurchsuchung / Spontandemo

Wie diverse Medien berichten wurde die Wohnung des Sponsors für die Domain wikileaks.DE durchsucht. Morphium, also der Sponsor, ist selbst aktiv in diversen Bürgerrechts-Vereinigungen, u.a. auch dem AK-Vorrat.

Den kompletten Hintergrund gibt es bei wikileaks selbst.

Ich sehe das ganze als eine gezielte Aktion um Leute ein zu schüchtern, die sich gegen Internet-Zensur wehren. Denn auf Wikileaks gibt es auch eine Liste mit den gesperrten Domain-Namen in Australien und anderen Ländern. Darauf deutlich zu erkennen ist, dass die enthaltenen Domain-Namen kaum oder gar keinen Bezug zur Kinderpornografie erkennen lassen. Vielmehr gibt es darauf unzählige sog. „Modell-Seiten“, normale Pornografie von und mit Erwachsenen, Glücklsspiel-Seiten und andere.  Man kann zu den Webseiten stehen wie man will, illegal sind diese in DE jedenfalls nicht.

Es scheint also tatsächlich eher um Druck auf die Gegner von Internet-Zensur zu gehen.  Denn unsere unsere Familienministerin bekommt in dieser Sache kräftig Gegenwind.

Spontandemo

Aus diesem Anlass gibt es heute in Dresden eine (angemeldete) Spontandemo. Start ist 17:15h vor dem Polizeipräsidium (Polizeidirektion Dresden – Schießgasse 7 – 01067 Dresden). Kommt zahlreich und bringt alles mit was zu ner Demo gebraucht wird (Transpis, Pfeiffen usw…).

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4 Antworten auf Wikileaks : Hausdurchsuchung / Spontandemo

  1. anonymous coward sagt:

    Konnte aus geografischen Gründen nicht teilnehmen. Wünsche genügend Präsenz gezeigt zu haben.

  2. Frankie sagt:

    „die enthaltenen Domain-Namen kaum oder gar keinen Bezug zur Kinderpornografie erkennen lassen.“

    Also den Satz kann ich so nicht stehen lassen….. Ich habe mir die Liste angesehen und es stimmt zwar das es ‚viele‘ Seiten dabei sind, die nicht auf diese Liste gehören, aber der größte Teil der Domains lässt eindeutig darauf schließen, das es sich hier um KiPo handelt….

    http://www.449grad.de/2009/03/20/details-von-australischer-zensur-blacklist/

    • validom sagt:

      hi,

      möglich, dass doch solche Seiten mit dabei sind. Ich habe mir ja nicht sämtliche Seiten angesehen… aber schon einige. Und da war keine dabei, die unter „KiPo“ fällt.

      Wer allerdings diese „Modell-Seiten“ als KiPo bezeichnet der hat für sich recht. Doch könnte man dann auch gleich den Otto-Katalog verbieten, dort drin gibts auch Kinder in Unterwäsche.

      Vali

  3. Steffen sagt:

    Und dabei sind in der australischen Filterliste keine, oder nur abgelaufene Kinderporno Adressen drin! Der Rest der Seiten beinhaltet harmloses Zeug, das der Australischen Regierung einfach nicht gefällt.
    Die Herrschenden brauchen allmählich Zensur, um an der Macht zu bleiben und das Volk weiter zu veräppeln.