Piratenpartei will Künstlern ihren Verdienst nehmen?

In Interviews wird mir gern auch immer wieder die Frage gestellt, wie wir es denn wagen könnten, Künstlern ihr Geld weg nehmen zu wollen. Das ist falsch.

Klar, die Piratenpartei will das Urheberrecht revolutionieren und kompatibel zum 21. Jahrhundert machen. Dazu gehört auch die Einsicht, dass sich digitale Kopien kaum verbieten und nie verhindern lassen. Wer immer dies trotzdem versucht, muss Bürgerrechte massiv einschränken und beispielsweise das Internet oder den Schulhof lückenlos überwachen und zensieren.

Doch bedeutet dies nicht, dass wir das wirklich illegale Verbreiten von Urheberrechtlich geschützten Werken fördern wollen.  Vielmehr geht es doch darum, Impulse für neue oder veränderte Geschäftsmodelle zu geben, wirklich fairen Wettbewerb unter Künstlern zu ermöglichen und damit Monopole zu vermeiden.

Dabei wird es Gewinner und Verlierer geben. Verlieren werden die Rechteverwerter sein – also meist große Medienkonzerne, die heute schon weniger die Förderung Ihrer Künstler, als vielmehr reine Gewinnoptimierung auf dem Schirm haben. Gewinner müssen aber die Künstler, Autoren,  (zahlende) Konsumenten und damit die Gesellschaft  sein. Denn diese leiden unter einem von Restriktionen zersetzten Verwertungssystem.

Dieser Beitrag wurde unter Piraten abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.