Hebammen-Protest: keine Geburtshilfe außerhalb Krankenhaus?

April 28, 2010 by · Kommentare deaktiviert
Kategorie: Allgemeines 

Schwangere können sich aussuchen, wo sie ihr Kind bekommen wollen. Die Auswahl kreist dabei oft um Krankenhaus, Geburtshaus und einer Hausgeburt in der eigenen Wohnung. Bei all diesen Angeboten haben die Hebammen das Sagen, sie leiten die Geburt – das ist sogar gesetzlich geregelt. Ärzte haben da tatsächlich nicht den Hut auf.

Entscheidet sich eine Frau für die Geburt außerhalb des Krankenhauses, kommen meist freiberufliche Hebammen zum Einsatz. Das ist meist sogar wesentlich persönlicher als im Krankenhaus – die Hebamme ist für die Schwangere vor, während und noch Wochen nach der Geburt da. Für diese Dienstleistung bekommen die Hebammen wie in vielen anderen Heilberufen auch relativ wenig Geld. Als wäre das nicht schlimm genug, steigen aber seit einigen Jahren die Versicherungen speziell für diese Dienstleitung.

Berufshaftpflichtversicherungen für Hebammen die Geburtshilfe anbieten (also z.b. in einem Geburtshaus, einer Hebammenpraxis oder in der eigenen Wohnung) waren nie billig – doch haben sich die Beiträge in den letzten Jahren vervierfacht. Heute kostet so eine Versicherung pro Jahr etwa 3700 Eur, vor einigen Jahren noch unter 1000. Dabei steigen nicht die Schadensfälle – die sind mit 70 Fällen (deutschlandweit) pro Jahr bei 700.000 Geburten recht gering und stabil. Doch die Ausgaben pro Schadensfall steigen, weil die Behandlungsmöglichkeiten und -Zeiten sich stark erweitern.

Das bedeutet für viele Hebammen, dass sie wegen der sowieso schon recht geringen Vergütung die Versicherung kaum mehr bezahlen können. Sie können daher nicht mehr anbieten, Geburtshilfe in einem Geburtshaus oder Zu hause zu leisten.

Frauen können sich also in Zukunft wohl nicht mehr aussuchen, wo Sie ihr Kind zur Welt bringen wollen. Da wird nur noch das Krankenhaus bleiben. Was ja von vielen nicht umsonst wegen seiner Sterilität, unpersönlichen und hochtechnisierten Umgangs etc. abgelehnt wird. In den Medien ist das Thema derzeit noch nicht so angekommen, nur vereinzelt berichten Zeitungen über das Thema.

Daher sollen am Hebammentag, der jedes Jahr am 05.05. ist, in vielen Großstädten Protestkundgebungen statt finden. In München startet die Aktion am Mittwoch dem 05. Mai um 10:30h auf dem Karlsplatz/Stachus und zieht durch die Fußgängerzone (!) zum Odeonsplatz.

Ich glaube ja, allein der Anblick wütender, mit Babybauch und/oder Kinderwagen bewaffneter Frauen ist ein Grund da mal hin zu gehen icon surprised Hebammen Protest: keine Geburtshilfe außerhalb Krankenhaus?

Update:

Es gibt eine Online-Petition an den Bundestag, bitte zeichnet die mit!

In eigener Sache: Probleme mit dem Piraten-Planet

April 23, 2010 by · 3 Comments
Kategorie: Allgemeines, Piraten 

Seit einiger Zeit bleiben meine Artikel von diesem Blog im Piraten-Planeten oben. Dazu gibt es schon eine Menge Kommentare icon wink In eigener Sache: Probleme mit dem Piraten Planet Ich habe aber keine Ahnung, was ich hier falsch mache bzw. wo der Fehler liegt. Ich hoffe mal da kann mir wer helfen?

Das Blog hier ist eine wordpress-installation mit ein paar Plugins. Eigentlich also Standard-Zeug. Im RSS-Feed gibt es scheinbar kein “updated” Feld pro Artikel – sondern nur für den ganzen Feed. Zuletzt wurde dieser (das wird sich nach diesem Post ändern) am 13.04. erneuert. Im Atom-Feed gibt es “published” und “updated” Felder pro Artikel, wobei dort die Datumsangaben korrekt sind (z.b. hat der Katastrophen-Artikel einen updated-Eintrag vom 15.03.2010).

Ich würde mich da über Hinweise und Hilfe bedanken. Kann auch mal Zugriff aufs Backend geben, wer da rein schauen will. Danke!

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger tritt bei den Piraten ein

April 1, 2010 by · 12 Comments
Kategorie: Netzwelten 

Die FDP war und ist seit langem Bündnispartner vom AK Vorrat. Dort haben sich viele Einzelpersonen aber auch Organisationen versammelt um gegen die Ausufernde Datensammelwut des Staates zu kämpfen.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, bayrische Vorsitzende der FDP, hat den AK Vorrat bei Aktionen tatkräftig unterstützt. Auch lehnt sie vorhaben wie ACTA oder die Internetsperren weitestgehend ab. Dafür verlor sie aber in den letzten Wochen immer mehr die Rückendeckung ihrer Partei – welche verständlicherweise andere Schwerpunkte setzt. Zwar bleiben Bürgerrechte für die FDP auch weiterhin ein wichtiges Thema, doch müssen diese sich anderen Zielen unterordnen.

Deshalb nutzt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nun die Möglichkeit bei den Piraten mit zu machen ohne aus der FDP sofort austreten zu müssen. Sie bringt dabei viel Erfahrung mit, ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit! Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung der bayrischen Piraten.

Update: das war natürlich ein Aprilscherz icon smile Sabine Leutheusser Schnarrenberger tritt bei den Piraten ein