Feedback Kultur bei den Piraten! (Video)

Auf dem Aktiventreffen in Ingolstadt habe ich einen kleinen Workshop zum Thema „Feedback-Kultur oder: Kritik, Diskussion, Debatte. Menschen untereinander“ gehalten. Viele haben mich schon gebeten das ganze mal in ein script zu schreiben, aber ich bin noch nicht dazu gekommen. Liegt auch daran, dass ich meine Vortäge meist frei anhand der Stichpunkte auf meiner Präsentation halte 😉

Daher erstmal hier das Video vom Vortrag, das script schreib ich aber auch noch.

Piraten Aktiventreffen Ingolstadt : Vortrag Feedback-Kultur from validom on Vimeo.

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3 Antworten auf Feedback Kultur bei den Piraten! (Video)

  1. korbinian sagt:

    danke für den vortrag und das video davon.
    ich muss mich noch für ein paar persönliche angriffe dir gegenüber entschuldigen.
    das tue ich hiermit, und gelobe besserung.

    keep up the good work

  2. Pingback: Die Suche nach der konstruktiven Kritik - Kuefs SQUAWK

  3. Arnold Schiller sagt:

    „Validom: Genau also wir haben jetzt ein bisschen Erfahrungsaustausch gemacht.Jetzt möchte ich ein bisschen hingehen und Euch hmm die drei Begriffe
    * Diskussion
    * Kritik
    * Debatte
    und fragen was ist eigentlich der Sinn.
    Dann wollen wir uns mal anschauen:
    Was ist Feedback?
    Wie nehmen wir das richtig – wie geben wir das richtig. Und zuletzt nochmal kurz auf die Vertrauenspiraten einzugehen.

    Nächste Seite
    Nun Kommunikation läuft ja auf ganz ganz verschiedenen Kanälen ab. Einmal die persönliche Kommunikation, die ihr erlebt, dann die Kommunikation auf Mailinglisten, bei Telefonkonferenzen, die Kommunikation die ihr bei Twitter und bei Chats habt. Die Frage ist einfach gibts da Unterschiede – ok – welche?
    Welche Unterschiede würdest du zum Beispiel sehen zwischen einem Chat und Twitter und einer Mailingliste und einem Persönlichen.

    Antwort aus dem Publikum (schwarze Kappe, rotes T-Shirt):

    Also Twitter ist das Problem der 140 Zeichen, das ist ein Problem,weil ich mich niemals so ausdrücken kann, wie ich das möchte. Ich kann kurze Infos verstreuen – So Hier ist ein Pad – zum Beispiel – Aber ich kann niemals da ein intensives Gespräch führen – das heisst das geht schon – aber es braucht unglaublich lang und ist unheimlich nervend – im Pad habe ich es oft erlebt, dass der Chat der da mitläuft, sich über die Sache unterhalten wird, die da abläuft und man schweift wenig ab, wenn dann am Ende, wenn es eh fertig ist. Bei Email und Mailinglisten ist halt das Problem, dass man sich in endlosen Diskussionen ergehen kann, die auch im Reallife nie so klappen würden, weil man körpersprachlich reingehen würde mit -Jetzt hör mir doch mal zu“- bei Telkos ist man meistens auch sehr zielgerichtet, man kann da sehr gut brainstormen, bei Mailinglisten passt das nicht wirklich, es ist quasi eine Druckhilfe. Damit haben wir es so ja schon fast. Also Email/Mailinglisten sind gut um Informationen breit zu verteilen. Deswegen bin ich auch dazu übergegangen etwas im kleinen Kreis zu erarbeiten und dann erst nach oben weiterzugeben.

    Validom: Jo, du wolltest.

    Antwort aus dem Publikum (sie, Brille):

    Also, das geht jetzt möglicherweise nur mir so, aber mir kann man auch super negative Kritik in Telkos geben, weil ich die stimmlich unterscheiden kann und da kann ich hinterher vielleicht wissen, wem ich jetzt böse sein muss, und nehme mir vielleicht die Kritik zu herzen.

    Validom: Ja also grundsätzlich ist es vielleicht deutlich geworden, unterschiedliche Kanäle haben unterschieliche Stärken und Schwächen und und ich glaube es ist wichtig, dass man sich mal Zeit nimmt und sich das mal durchdenkt.
    Was haben Mailinglisten für Vorteile – was haben die vielleicht für Nachteile? Was haben Telefonkonferenzen für Vorteile und persönliche Treffen? Persönliche Treffen können vielleicht auch Nachteile haben – denkt mal darüber nach. Einfach sich das bewusst zu machen. Und wenn ihr etwas kommuniziert bewusst zu entscheiden, welchen Weg ihr jetzt geht. Und nicht einfach ok Twitter habe ich gerade offen. Sondern zu sagen ok es ist am besten dazu eine Telefonkonferenz einzuberufen und macht eine Einladung über Mailinglisten oder dem Forum.

    Und was ähm Entschuldigung hrm bei den Mailinglisten und eigentlich allen Onlinemedien fehlt ähnlich auch bei der Telefonkonferenz fehlt ist die persönliche Ebene. Kommunikation läuft ja auf unterschiedlichen Ebenen ab – ich weiß nicht hat jemand von Euch mal Kommunikationstraining gehabt – ja – dann kennt ihr das sicherlich schon. Das sind diese Ebenenen

    bitte nächste Seite…

    Vereinfacht gesagt unterscheidet man die Kommunikation in drei große Ebenen – man kann das noch aufteilen und Kommunikation kann man ja auch studieren, dann weiß man dass das 7 oder 14 solcher Sachen sind:

    Inhalt, das ist der tatsächlich zu transportierende Informationsinhalt

    dann der Prozess, also sprich wie also das Wie kommuniziert wird, wie kommt das rüber, also ist da eine Aufforderung drin das zu tun oder lassen, es zu verstehen, es besser zu machen, also der Prozess

    die Beziehung, also in welcher Beziehung stehe ich zu der Person oder zu der Gruppe, zu der ich etwas kommunizieren möchte und wie bringe ich das rüber.

    Jetzt also einfach mal zum Raten
    Inhalt, Prozess, Beziehung
    in welchem Mehrheitsverhältnis steht das denn ganz allgemein bei den Piraten

    Wieviel Inhalt?
    Wieviel Prozess?
    Wieviel Beziehung?

    (Einwurf aus dem Off 100)

    Also wieviel Prozent von einer Kommunikation, wieviel Prozent sind Inhalt, Prozess, Beziehung – einfach nur mal so – nennt mir mal Zahlen…

    3 Prozent – 20 Prozent Inhalt höre ich hier – 10 Prozent – 90 Prozent hier.

    Und Beziehung – Null! – 0 Prozent – ganz im Gegenteil glaube ich, Beziehung ist unglaublich hoch – und keiner checkts – weil sich keiner dessen bewusst ist. Dass das eigentlich die Beziehungsebene ist, wo er kommuniziert. Und wenn wir auf der Beziehungsebene spielen, dann muss man sich auch dessen bewusst sein, dass man den andern in dem Moment verletzen kann. Auf der Inhaltsebene, wenn ich da bleibe, und nur dort kommuniziere, kann mir das eigentlich nicht passieren, wenn ich das halbwegs vernünftig mach, dass ich damit jemand verletze oder in seiner Persönlichkeit einschränken möchte.

    Wenn ich das in der Beziehungsebene kommuniziere, dann passiert mir das sehr schnell.
    Welche Formulierungen kann man den wählen um auf der Inhaltsebene zu bleiben?
    Wenn ich etwas möchte
    Angenommen ich möchte den kostenlosen Personennahverkehr als politische Forderung – welche Formulierung würde denn jetzt passen um auf der Inhaltsebene zu bleiben und keine andere Ebene anzufassen?

    „Meiner Meinung nach?“ das ist schon ein bisschen …
    „Man sollte“ ist ein Prozess.
    „Dafür“ „Dagegen“ das wäre wirklich Inhalt – Dafür – und wenn du wirklich das dagegen mitmachst, dann bist du auf der reinen Inhaltsebene. Alles andere war Beziehung. Wir haben mit der Beziehungsebene angefangen mit „Ich bin der Meinung“, das ist wirklich Beziehungsebene, wenn ihr der Meinung seid, dann ist jemand anderes andere Meinung.
    Das gleiche ist mit dem Prozess „Man sollte“ da muss man aufpassen, dass man nicht zu stark auf die Beziehungsebene reinkommt. „Man sollte“ nur dann benutzen wenn Sachen bereits feststehen, wenn Inhalte erarbeitet sind, zum Beipiel Inhalte zum Parteitag, dann kann man auf der Ebene gut kommunizieren.

    Gut – in dieser gesamten Kommunikation und in dieser gesamten “


    wie du liest, wäre schon die Folie als Textform eine ernome Verbesserung. Trotzdem netter Vortrag .