„Vermummungsverbot“ im Internet dank #ePerso

Wie ich schon in einem Blogartikel schrieb, ist der ePersonalausweis ein Schritt in die Richtung, Anonymität im Internet abzuschaffen bzw. zur Ausnahme zu machen. Das wird besonders deutlich wenn man Axel Fischer zuhört – abseits der Satire, die sicher lustig ist aber den Ernst dahinter verkennt.

Der Mann ist Vorsitzender der Internet-Enquete im dt. Bundestag! Dieser Verein wird in den nächsten Jahren grundsätzliche Positionen zur politischen Ausgestaltung des Internets verfassen und alle, die keine Ahnung haben (und das sind zu viele) werden diesen Worten blind vertrauen!

Genau dieser „Internetexperte“ hat sich in der „Badischen Neuste Nachrichten“ kritisch darüber aufgeregt, wenn sich Bürger hinter selbst gewählten Pseudonymen versteckten und sich so der Verantwortung entzögen. Seiner Meinung nach sei es für den demokratischen Entscheidungsprozess wesentlich, „dass man mit offenem Visier“ kämpfe, also „seinen Klarnamen nennt„. Nur konsequent ist daher seine Forderung nach einem „Vermummungsverbot im Internet„.  In dem Zusammenhang erwähnte er den neuen ePersonalausweis und nannte ihn eine „ideale Möglichkeit, sich im Internet zu identifizieren„.

Daraufhin gab es bei Twitter einen Satirewettbewerb. Meine Favoriten sind weiterhin „Axel E. Fischer, CDU, fordert Feuerlöscher gegen Firewalls“ oder „Axel E. Fischer, CDU, fordert Winterreifenpflicht für Datenautobahnen“. Dennoch darf uns diese Belustigung nicht vergessen lassen, dass diese Aussagen eine Richtung vorgeben, gegen die wir hart kämpfen müssen!

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