Demokratische Entscheidungen sind nicht automatisch rechtsstaatlich

In einer Deutschlandfunk-Sendung beschäftigt sich Heribert Prantl mit direkter Demokratie – Volksabstimmungen. Ich möchte Euch diesen 18-Minütigen Beitrag sehr empfehlen, wichtig geworden ist mir daraus der folgende Satz:

Demokratie ist mehr als blanke Statistik, mehr als eine Abstimmungsprozedur: Sie ist eine Wertegemeinschaft. Demokratie ist eine Gemeinschaft die ihre Mitglieder achtet und schützt. Demokratische Entscheidungen sind nicht automatisch rechtsstaatliche Entscheidungen. Sie stehen nicht – kraft Mehrheit – automatisch auf dem Boden der Verfassung.

Mir war das länger schon so bewusst – doch so klar ausgedrückt ist mir das hier zum ersten mal begegnet. Die ganze Sendung gibt es hier zu hören.

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3 Antworten auf Demokratische Entscheidungen sind nicht automatisch rechtsstaatlich

  1. crackpille sagt:

    Deshalb haben uns unsere klugen Verfassungsväter ja auch Grundrechte und das Bundesverfassungsgericht geschenkt – damit Demokratie eben keine Diktatur der Mehrheit wird.

  2. Anton sagt:

    Interessanter Beitrag, aber zukünftig bitte auf die Webseite oder eine MP3/OGG-Datei verweisen, statt auf dieses Flash-Gedöns. Danke!

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/01/02/dlf_20110102_1840_31d65c79.mp3

  3. ValiDOM sagt:

    Hallo Anton,

    danke für den mp3-Link, den ich nicht gefunden hatte. Kannst Du mir erklären, wie Du den herausgefunden hast? 😉

    Thx
    Vali