Zu einfach? Genfood

Vorhin habe ich gesehen, dass einige Piraten zu einer Anti-Genfood Demo in Berlin aufrufen. Viel Spass beim Demonstrieren erstmal.

Allerdings habe ich mich dann gefragt, ob ich mir die Sache zu einfach mache? Denn für mich stellt sich das „Genfood“-Problem so dar

  • Ich esse sowas nicht, solange es ausreichend „Originale“ gibt
  • Wenn ich es versehentlich esse, ist es mir egal – weil ich ja keine Kenntnis davon habe 😉
  • Wenn ich es rauskriege, esse ich es nie wieder

Warum sollte ich mich also aufregen? Das einzige, was es braucht ist die Vorschrift, dass man gentechnisch veränderte Produkte (nicht nur Lebensmittel!) als solche Kennzeichnen muss. Die kaufe ich dann halt nicht.

Ankreiden könnte man mir, dass ich damit die Unwissenden gefährde. Aber da ich nicht weis, ob Genfood schädlich für den Organismus ist kann ich auch keine vernünftige Position einnehmen. Ich will ja nicht da stehen wie die, die Fleisch essen aber die Tiere nicht töten könnten. Konsequent muss man schon sein finde ich.

Dieser Beitrag wurde unter Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Zu einfach? Genfood

  1. das_Produkt sagt:

    Das Problem ist aber, dass man eben nicht weiß, ob es schädlich ist. Solange man das nicht weiß, ist es unverantwortlich, GVO in freier Wildbahn anzupflanzen. Denn einmal in der Natur, lassen sich GVO eben nicht mehr boykottieren, denn das Erbgut macht nicht am Feldrand halt. Durch Bienen werden die Pollen auch zu anderen Feldern transportiert und so verbreiten sich die Gene. Sollte sich dann ein schädigender Effekt beim Menschen einstellen, wäre es zu spät.

  2. Ixtinct sagt:

    Vorweg: Ich bin weniger gegen GenFood wegen einer vermuteten Schädlichkeit auf den menschlichen Organismus.
    Dennoch bin ich ganz grundsätzlich gegen Gen-Food aus einem ganz anderen Grund.
    Grundlage und systematisches Prinzip der westlichen Welt ist die freie Wirtschaft und Konkurrenz – diese wird mit allen Mitteln unterlaufen und bekämpft, ohne das die Politik einschreitet. Ein Mittel gegen diese Marktprinzipien ist es, gesetzlich sanktionierte Monopole zu errichten. Patente stellen solche Monopole dar und es wird versucht, durch Genmonopole eine wettbewerbswidrige und Asoziale Gewinnmaximierung zu erreichen. Dazu werden Samen so manipuliert, dass man sie unetr geschickte Ausnützung unlogischer Argumente zum Patent anmelden kann. Dies entzieht den Landwirten die Möglichkeit Samen wiederzuverwerten und frei am Markt den besten und günstigsten Samen zu kaufen.
    Das Patentieren von Gensequenzen ist meines Erachtens Wettbewerbswidrig und gehört verboten.
    Wenn dem so wäre, gäbe es kenerlei Anreiz überhaupt Genfood zu entwickeln, zu verkaufen oder auch nur herzustellen. Es ist natürlichen Sorten schon alleine aufgrund der ausgeschalteten Evolution unterlegen.