politischer Weichspüler Piratenpartei

Schaut man sich mal die Positionen der Piratenpartei auf Bundes- und auf manchen Landesebenen an, sind diese zumeist hochgradig interpretationsfähig. Ich habe mich gefragt, wieso das so ist und möchte Euch meine Gedanken hierzu mit auf den Weg geben.

Die Lösung hierfür scheint einfach: um so „weicher“ eine Position ist, um so mehr Piraten  können sich damit anfreunden. Statt sich auf konkrete Positionen zu einigen wird die Projektionsfläche für individuelle Erwartungen und Wünsche so lange erweitert, bis sich eine ausreichende Mehrheit gefunden hat.

Bringt und das weiter? Ich meine: nein. Es ist als ob man dünne Bretter über Gräben legen würde. Kurzfristig verdecken sie das Problem, dass es keine Einigung gibt. Langfristig werden diese Bretter bersten, sobald nur das Gewicht auf ihnen zu groß wird (Wahlkampf, nach dem Einzug in ein Parlament…).

Zudem „schärfen“ solche Positionen das Profil der Piratenpartei in der Öffentlichkeit nicht sondern verwässern es umso mehr. Die Entäuschungen nach einem Parlamentseinzug werden umso größer: beim Partei- wie beim Wahlvolk.

Erfolgreich Politik machen bedeutet sich zu einigen. Lösungen und Kompromisse zu finden. Ganz konkret.

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2 Antworten auf politischer Weichspüler Piratenpartei

  1. nurmalso sagt:

    Mal ganz ehrlich, mit diesem Blogbeitrag zeigst du aber sehr gut, dass du ein Meister in diesem Bereich bist.

    Ich kann mir ja denken, was dich gerade so wurmt, aber dass du es nicht aussprechen kannst und hinter solch allgemeinen Worten hängen lässt finde ich wirklich schwach.

  2. ValiDOM sagt:

    was meinst Du denn, sollte ich aussprechen? Gerne auch per email vali2012 ät validom punkt de.