Beschneidung liegt im Ermessen der Eltern

[UPDATE: inzwischen sehe ich das anders]

Lange habe ich mit bei dem Thema zurück gehalten – nicht nur, weil die Debatte darum auch in der Piratenpartei emotional und oft unsachlich geführt wird. Sondern weil mir mein Kenntnisstand selbst nicht ausgereicht hat für eine Abwägung, die äußerst schwer fällt.

Im Grunde stehen hier drei Rechtsgüter gegenüber: das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das Recht auf freie Religionsausübung und die Elternrechte (hier vor allem die Erziehungspflicht). Sämtliche davon sind Grundrechte, sie in praktischer Konkordanz abzuwägen ist eine Aufgabe, die ich trotz Versuchs nicht ausführen kann und ich bezweifle, dass es überhaupt geht: der Bezug zur Wirklichkeit ist bei allen drei Grundrechten unglaublich vielfältig.

Dennoch möchte ich mich den drei Rechtsgütern hier mal nähern, damit meine Schlussfolgerung nachvollziehbar wird.

Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Zweifellos stellt eine Zirkumzision einen Eingriff hierin dar. Das Kind handelt aber durch die Vertretung seiner Eltern „freiwillig“ – denn solange es das nicht selbst kann, entscheiden sie für das Kind. Die Frage müsste also eher lauten: Wird Zwang auf die Eltern ausgeübt? Das gilt hierbei genauso wie im Falle von anderen medizinischen Eingriffen, die nicht absolut notwendig aber doch nützlich sind (Spenden einer Niere an Geschwister, bestimmte Impfungen oder ähnliche Dinge). Wenn es solchen Zwang gäbe, würde ich für ein Verbot plädieren (ähnlich wie dem Verbot der Zwangsheirat in §237 StGB).

Zudem muss man sich der Schwere des Eingriffs bewusst werden, sofern er medizinisch korrekt (Steril, Betäubung etc.) ausgeführt wird: 30% der männlichen Weltbevölkerung sind beschnitten und die WHO empfiehlt die Beschneidung sogar. (Update: haltlos, danke für die Kommentare. Meine Quelle war Wikinews)

Religionsfreiheit
Bei genauerer Betrachtung ist festzustellen, dass Juden gegen ihre religiösen Vorschriften und Überzeugungen handeln, wenn sie ihre Söhne nicht am 8. Tage nach der Geburt beschneiden. Muslime würden, je nach Ausprägung, mindestens gegen ihre religiöse Tradition handeln. Gleiches gilt für einige christliche Gemeinschaften (z.B. Kopten). Ein Beschneidungsverbot würde also sehr tief in das Recht auf freie Religionsausübung eingreifen.

[update] Religionsfreiheit bedeutet natürlich nicht nur Freiheit der Religionswahl, sondern auch die Freiheit der Religionslosigkeit bzw. Freiheit vor religiösen Zwängen. Dieses Argument in dieser Diskussion zu verwenden halte ich aber nicht für zielführend – auch hier „entscheidet“ das Kind „selbst“, durch Vertretung der Eltern – jedenfalls so lange, bis es dies selbst entscheiden kann. Wie sonst wäre es zu akzeptieren, dass manche Eltern ihre Kinder mit in Gottesdienste nehmen oder statt dem CocaCola-Weihnachtsmann das Christkind die Geschenke bringen lassen? Oder auch andersherum: wie sonst wäre es zu akzeptieren, ein Kind frei von Religion zu erziehen? [/update]

Ganz zu schweigen von dem, was bei Verboten immer passiert : Ausweichen in die organisierte Illegalität oder ins Ausland mit all seinen Nachteilen. [Update] Natürlich darf sich der Gesetzgeber im Regelfall von solchen Argumenten nicht von einem Ziel abbringen lassen – wenn aber die Geeignetheit einer Maßnahme im Rahmen der Verhältnismäßigkeitsprüfung dadurch fraglich wird, sollte der Gesetzgeber nicht so handeln. (Erinnerung, auch wenn das Beispiel nicht passt: die Verhältnismäßigkeit von Stopp-Schildern im Internet ist auch deshalb nicht gegeben, weil sie durch leichte Umgehbarkeit nicht geeignet ist) [/update]

 

Erziehungsrecht (und Pflicht)
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“ (Art 6. Abs. 2 GG)

Wichtig sind hier drei Dinge: 1. haben die Eltern die Pflicht, ihre Kinder zu erziehen. Eltern werden dabei zwar vom Staat beobachtet, der darf aber nur in extremen Fällen eingreifen. Mir hat sich die Frage gestellt: wie können die Eltern ihrer Erziehungspflicht noch nachkommen, wenn Sie ihre Söhne nicht beschneiden lassen *dürfen*? Immerhin is es 2. das Recht der Eltern, eine religiös begründete Erziehungsform zu wählen. Noch dazu könnte es dem Kind sogar schaden, wenn es in einer sozialen Umgebung aufwächst in der beschnittene Jungen normal sind und es selbst nicht beschnitten ist. (Nebenbei: ein Kind willentlich so zu schädigen ist wieder mit §171 StGB verboten).

Aufgefallen ist mir außerdem noch 3. der Bezug auf das „natürliche Recht“ der Eltern. Was das genau heißt konnte ich immer noch nicht herausfinden – einige Quellen zufolge wäre durch diesen Bezug nicht mal das Grundgesetz in der Lage, dieses Recht zu entziehen (Naturrecht ist höher). Das wiederum widerspricht aber der Praxis: schließlich werden Kinder ihren Eltern auch mal weggenommen, wenn es überragende Gründe dafür gibt. Wer da mehr weiß – her damit :).

Abwägung
Vorab: Helmut Schmidt (?) soll mal gesagt haben: „Ich behalte mir das Recht vor über Nacht meine Meinung zu ändern„. Genauso halte ich das auch: falls ich auf neue Erkenntnisse stoße, werde ich das auch tun. Nur so ist übrigens eine Demokratie lebensfähig, aber das mal in einem anderen Beitrag ;).

Ich kann derzeit weder absolut gegen noch absolut für die Praxis der religiös-motivierten Zirkumzision argumentieren. Genauer betrachtet kann ich aber auch nichts erkennen, was grundsätzlich an der Beschneidung von Jungen absolut zu verurteilen wäre (wie bei der Beschneidung von Mädchen / update: schwierig, siehe ). Wenngleich ich selbst meine Kinder nicht beschneiden lassen würde, nicht mal taufen: weil sie das selbst entscheiden sollen.

Allerdings muss dieser Eingriff medizinisch korrekt (Fachpersonal, steril, Betäubung, gute Nachsorge) ausführt werden. Und genau hier würde ich auch gesetzgeberische Handlung begrüßen. Darüber hinaus kann man darüber nachdenken, ob die Kosten für solche Eingriffe von den Eltern selbst (oder deren Religionsgemeinschaften) übernommen werden müssen. Die grundsätzliche Entscheidung aber, sollte im Ermessen der Eltern bleiben. So können meiner bescheidenen Meinung nach alle drei der oben genannten Rechtsgüter zur Geltung kommen.

Selbstverständlich darf und wird das weder Organisationen noch den Staat nicht davon abhalten können, mit Aufklärungskampagnen für oder gegen diese Praxis zu argumentieren. Aufklärung war schon immer der beste Weg, Veränderungen zu erzeugen. Verbote eher selten.

Link-Sammlung mit meiner Meinung nach empfehlenswerten Beiträgen:

[UPDATE: inzwischen sehe ich das anders]

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13 Antworten auf Beschneidung liegt im Ermessen der Eltern

  1. NineBerry sagt:

    Erste Nachfrage: Was kannst du erkennen, was grundsätzlich an der Beschneidung an Mädchen absolut zu verurteilen wäre, wenn man dabei auch Formen der Beschneidung bei Mädchen berücksichtigt, die von der Schwere der körperlichen Auswirkungen mit der Entfernung der männlichen Vorhaut vergleichbar sind oder sogar darunter liegen?

  2. NineBerry sagt:

    Zweite Nachfrage: Im orthodoxen jüdischen Glauben aber teilweise auch im Islam ist nicht nur die Beschneidung an sich Tradition bzw. vorgeschrieben, sondern auch die Art, wie sie durchzuführen ist. (Ohne Betäubung, durch einen religiösen Beschneider statt durch einen Arzt)

    Wenn der Staat das Ritual an sich verbietet, indem er die eigentlichen Bestandteile verbietet, wo ist denn da der Unterschied dazu, die Beschneidung gleich als ganzes zu verbieten?

  3. validom sagt:

    Hi NineBerry – schön, dass Du gleich einsteigst 🙂

    Zur 1. Frage: mit diesem Verweis folge ich einfach nur der langjährigen Argumentation der UNICEF und der WHO.

    Zur 2. Frage: Du argumentierst hier mit Traditionen, nicht mit tatsächlich existierenden religiösen Geboten. Traditionen sind veränderbar (so hat sich auch diese Zeremonie verändert) – so ist es Denkbar, den Eingriff selbst und die Zeremonie zeitlich/örtlich zu trennen und dennoch den (mir bekannten) religiösen Vorschriften genüge zu tun. An der Stelle muss ich meinen Beitrag aber überarbeiten.

  4. Sylvia sagt:

    du hast das ganze jetzt mehr oder weniger aus der Perspektive der Eltern betrachtet, aber was ist mit der Perspektive des Kindes?

    Neben einem Recht auf körperliche Unversehrtheit, hat ein Kind nicht auch das Recht auf Freiheit *von* Religion? Den Eltern will ich ein Recht auf ideologische Erziehung nicht absprechen, aber sollte man nicht zumindest von körperlich dauerhafter „Beschädigung“ Abstand nehmen, bis ein Kind sich hinreichend halbwegs selbst entscheiden kann? Die gängige Grenze von 14 Jahren kommt in den Sinn.

    Außerdem stellt sich natürlich die Frage inwieweit man körperliche Schäden im Namen von Religion und Ritual zulassen will? Müsste man nicht mit der gleichen Regelung Ehrenmorde aus dem islamischen Kreis auch durchgehen lassen?

    Wenn wir in diesem Fall körperliche Gewalt im Namen von Religion und Ritual zulassen, bei wieviel körperlichem Eingriff willst du die Grenze ziehen?

    Und zuletzt – wenn bei Konvertiten als Ritual eine symbolische Beschneidung möglich ist, warum könnte diese nicht auch bei Kindern durchgeführt werden?

  5. NineBerry sagt:

    zu 1: Hast du da eine Quelle, die aussagt, dass alle Formen der weiblichen Beschneidung schlimmer sind als die Entfernung der männlichen Vorhaut?

    zu 2: Die orthodoxische jüdische Auslegung ist es aber, dass es zwingend vorgeschrieben ist, dass das Kind bei Bewusstsein ist und den Schmerz auch bewusst wahrnimmt.

    Ist es nicht etwas anmaßend von dir, einer Religion, der du gar nicht angehörst, vorschreiben zu wollen, wie sie ihre Gebote und Traditionen zu interpretieren hat? Genau das ist doch der Knackpunkt bei der Religionsfreiheit, dass das die Gläubigen selbst entscheiden.

  6. NineBerry sagt:

    @sylvia Die Argumentation mit den Ehrenmorden bitte unterlassen.

    1. Diese sogenannten Ehrenmorde werden nicht aus der Religion begründet, sondern entstammen einem bestimmten Gesellschaftssystem, das nicht mit einer bestimmten Religion korreliert, sondern mit einer bestimmten Region.

    2. Morde kann man nun wirklich nicht mit einer Beschneidung vergleichen. Es gibt viel passendere Vergleiche: Die weibliche Beschneidung, die schwarze Pädagogik, die Ablehnung von medizinischer Versorgung bei einigen christlichen oder esoterischen Gruppen, usw…

  7. soulless sagt:

    Die körperliche Unversehrheit damit abzuhandeln das ja die Eltern für das Kind entscheiden halte ich für ausgesprochen kurzsichtig. Eltern dürfen nicht alles mit ihren Kindern machen. Elternrechte werden da eingeschränkt wo es um das Kindeswohl geht. Und auch hier geht es um das Kindeswohl vs. Elternrechte.

    Was die Religionsfreiheit angeht ist dann auch noch die Religionsfreiheit des Kindes zu berücksichtigen. Und Religionsfreiheit heisst auch Freiheit vor religiösen Zwängen.

    Letztlich gibt es einige religiöse Traditionen die man nicht mehr wortwörtlich auslegt. Auch Homosexualität ist laut Bibel verboten, die Todesstrafe erlaubt.

    Aus meiner Sicht sollte es hier kein Problem sein auch diese Tradition dahingehend weiterzuentwickeln das man eine rituelle Beschneidung am 8 Tag nach Geburt ausführt, einzig und alleine für die Eltern und Anverwandten weil das Kind so oder so nicht weiss was ihm geschieht und später dann kann das Kind für sich selbst entscheiden ob es noch wirklich beschnitten wird.

    Das von den Religionsgemeinschaften zu fordern halte ich für das wesentlich kleinere Übel gegenüber dem Erlauben von Körperverletzung ohne medizinische Begründung in einem säkularen Rechtsstaat.

  8. ValiDOM sagt:

    @soulless : „Das von den Religionsgemeinschaften zu fordern halte ich für das wesentlich kleinere Übel“. Dem stimme ich zu. Ein /Verbot/ rechtfertigt das aber nicht.

  9. soulless sagt:

    @valiDOM: Es geht aber auch nicht darum das Beschneidung jetzt verboten werden soll oder plötzlich verboten ist. Gegen ein ausdrückliches Verbot würde ich auf jeden Fall auch argumentieren weil das wäre Diskriminierung aufgrund einer Religionszugehörigkeit.

    Es ist einfach so das es bis Köln keinen Kläger gegen die Praktik gab. Wo kein Kläger da kein Richter. Jetzt gab es einen Kläger und ein Urteil. Das Urteil ist nicht vom höchsten Gericht sondern von einem Landesgericht. Man kann jetzt also einfach abwarten bis es einmal eine Klage vor einem höchsten Gericht (BverfG oder besser noch EuGHMR) gibt und sehen ob die dann genauso entscheiden wie das Landesgericht Köln.
    Jetzt aber ein Gesetz erlassen welches ausdrücklich die Beschneidung von männlichen Kindern deren Eltern einer bestimmten Religionsgemeinschaft angehören erlaubt, was das ist was die Politik will …. wie will man das so machen das es genau nur diese eine Sache betrifft und nicht auch die familäre Tradition die Kinder regelmässig übers Knie zu legen?

  10. Frank Heinze sagt:

    Mythen:
    „WHO empfiehlt die Beschneidung“

    Fact:
    die Weltgesundheitsbehörde riet Männern (nicht Kindern!) in einigen afrikanischen Ländern (nicht in Deutschland!), sich beschneiden zu lassen, um das Risiko einer HIV-Ansteckung zu reduzieren. Neuere Überblicksstudien zeigen, dass beschnittene Männer in den meisten Ländern sogar ein höheres Risiko haben, sich mit HIV zu infizieren, als Männer mit intakter Vorhaut. Die Gründe hierfür sind noch nicht vollständig geklärt. Eine der Ursachen ist aber wohl darin zu sehen, dass beschnittene Männer wegen des erlittenen Sensibilitätsverlusts seltener Kondome benutzen.

    Mythen:
    religiöse (göttliche) Gebote seien unverhandelbar und ewig.

    Fact:
    Homosexualität, Blasphemie und Ehebruch müssen mit dem Tode bestraft werden, befiehlt Gott im Buch Moses. Lassen wir das in Deutschland zu? Nein!

    btw: Auch die Beschneidung wird von Juden abgelehnt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brit_Schalom_(Zeremonie)

    Weitere Infos hier:
    http://pro-kinderrechte.de/faq/

    ich werbe um Unterstützung für den Antrag zum LPT:
    http://wiki.piratenpartei.de/BY:Landesparteitag_2012.2/Antragsfabrik/Gegen_Beschneidung-Kinderrechte_stärken

  11. Laser sagt:

    Hi!

    Hintergrund.
    Die Beschneidung wurde vor Jahrtausenden eingeführt. Damals mit gutem Grund. Es gab Krankheiten. Hygiene war kaum bekannt. Und schon gar nicht klar, war der Zusammenhang. Also wurde die „Ursache“ entfernt.
    Es ist, wie das Schweinefleischverbot oder auch das freitägliche Fleischverbot, eine Regel, die damals einen Sinn hatte, sich aber in der heutigen Zeit überholt hat.
    Ich bin nicht gegen Traditionen und Riten. Solange man niemand Anderen zwingt.

    Religionsfreiheit. Das Recht auf freie Ausübung der Religion.
    Gibt es. Das ist auch gut.
    Aber das gilt für die Eltern. Und auch Kinder haben dieses Recht.
    Auch endet jedes Recht da, wo einem Anderen damit Unrecht getan wird.
    Und da sind wir bei dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit.
    Was ist mit Religionen, die noch viel grausamere Riten haben? Wollen wir – im Extremfall – Menschenopfer auf Grundlage der Religionsfreiheit zulassen?

    Gesellschaftlicher Druck.
    Hört sich als Argument nicht schlecht an. Aber wo ist der Druck, wenn etwas für alle verboten ist?

    Abwanderung in die Illegalität.
    Das ist ein schlechtes Argument. Ein Gesetz nicht zu verabschieden, weil es gebrochen werden könnte? Dann könnten wir alle Gesetze verabschieden.

    Erziehungsrecht der Eltern.
    Natürlich. Aber eine Körperverletzung ist keine Erziehung. Selbst über die Zeit der Schläge zur Erziehung sind wir hinaus. Und die waren damals eine Strafe für Ungehorsam. Welchen erzieherischen Wert sollte eine Beschneidung an einem Säugling haben?
    Laßt den Eltern das Recht auf Erziehung, laßt sie die Kinder in ihrem Glauben erziehen. Laßt sie auch eine rituelle Beschneidung durchführen. Ohne Blutvergießen. Ohne Schmerzen. Ohne Gefahr von Folgeschäden.
    Und wenn das Kind dann religionsmündig ist, also mit 14 Jahren, kann es sich immer noch für eine Beschneidung entscheiden.

    So sehe ich das.
    Jochen

  12. Andi sagt:

    Hi Vali,

    ich muss tatsächlich die Akualität deiner Informationen kritisieren 🙂

    1.) Von dem Märchen, dass die Zirkumzision gesundheitsfördernd sei, nimmt die Fachwelt immer mehr Abstand. Die Studien, die das Belegen wollten sind gelinde gesagt mangelhaft. Siehe z.B. die Studie dass die Zirkumzision die Ansteckungsgefahr mit AIDS reduzieren würde, welche der WHO als Grundlage für ihre Beschneidungsempfehlung diente: http://blog.practicalethics.ox.ac.uk/2012/05/when-bad-science-kills-or-how-to-spread-aids/

    2.) Männliche und weibliche Beschneidung ist nicht so trennscharf, wie das manchmal dargestellt wird. Siehe dazu: http://andipopp.wordpress.com/2012/07/17/eine-sachliche-gegenuberstellung-von-mannlicher-und-weiblicher-beschneidung/

  13. Pingback: Beschneidung: keine Lex specialis! | ValiDOMs Welt