Rechtsanspruch auf KiTa in Bayern – ein Hohn?

Seit einiger Zeit gilt für ein Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Kindertagesstätte für Kinder ab dem vollendenden 1. Lebensjahr. Dieser Rechtsanspruch ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung – doch ist er an vielen Stellen ein guter Witz.

Es fängt an damit, dass der Rechtsanspruch höchstens auf einen Teilzeitplatz, also z.B. 8 bis 13h, besteht und damit eine Vollzeitarbeit beider Elternteile unmöglich ist. Weiter geht es damit, dass Fahrzeiten bis zu 60min (ein Weg) als zumutbar gelten; wer in München also in Ramersdorf lebt darf auch nach Pasing fahren. So lassen sich viele Punkte finden, welche die Sache mit dem Rechtsanspruch freundlich gesagt relativieren.

Nun hat aber ein Verwaltungsgericht noch eins drauf gesetzt. Wie die SZ berichtet, muss die Stadt nicht für die Differenz zwischen privater und öffentlich geförderter Kindertagesstädte aufkommen – auch wenn man keinen solchen öffentlich geförderten Platz bekommen konnte. Man habe ja einen „Platz“, auch wenn dieser nicht gefördert sei.

Es bleibt zu hoffen, dass höhere Instanzen der Verwaltungsgerichte das anders sehen. Im Fall, welche die SZ bescheibt, hat die Klageseite auf eine weitere Instanz verzichtet – eventuell auch wegen der entstehenden Kosten. Als Eltern sollten wir hier zusammenlegen und einen solchen Prozess gemeinsam finanzieren. Wer Interesse hat meldet sich bitte bei mir, Kontaktdaten findet ihr hier.

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Eine Antwort auf Rechtsanspruch auf KiTa in Bayern – ein Hohn?

  1. Markus sagt:

    Ich bin dabei, schicke gleich noch eine mail