Hört auf von Krieg zu sprechen

Nach den furchtbaren Terroranschlägen in Paris und anderswo begegnet einem wieder immer mehr die Formulierung „Krieg“ gegen den IS, Krieg gegen den Terror oder ähnliche.

Wer in dem Zusammenhang das Wort Krieg benutzt, sorgt über kurz oder lang auch dafür, im Krieg zu sein. Krieg nimmt immer eigene Verluste in Kauf. Nicht nur unter Soldaten, denn diese werden ja nur von einer Gesellschaft, die sich im Krieg befindet, als Waffe benutzt. Vielmehr muss klar sein, dass Krieg immer auch Verluste in der Zivilbevölkerung in kauf nimmt, ja in kauf nehmen muss. Im Fall des IS ist sogar absehbar, dass es diese in Form von Anschlägen auch in Deutschland geben wird – falls wir uns an einem „Krieg“ beteiligen.

Kurzum: hört auf, es Krieg zu nennen. Ich bevorzuge Verbrecherjagt.

 

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