Totalitärer Überwachungs-Staat in Star Trek: Enterprise TNG
Ich bin ja auch ein Fan von Stark Trek .. besonders von den “The next generation” und “Voyager” Serien-Folgen.
Heute entdeckte ich dabei in der Folge “Das Standgericht” (Staffel 4.21 / Folge 95) auch unsere derzeitige Situation. Die Aufhebung der Unschuldsvermutung. die ständige Überwachung und die quasi-Anklage aufgrund der Herkunft einer Person ist leider auch in unserer Gesellschaft zum Alltag geworden. Hier das Video:
[youtube LdcL2eHYEgA Video auf YouTube]
ein paar Zitate aus dem Video:
Zensur:
Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanken verboten, die erste Freiheit verweigert wird … sind wir alle unwiderruflich gefesselt.
Freiheit:
Wenn die Freiheit eines Menschen zum ersten mal beschnitten wird ist das ein schaden für alle. Wir glauben so fortschrittlich zu sein. Folterung von Ketzern – Hexenverbrennung halten wir für Geschichte. Und dann, bevor man sich versieht droht alles wieder von vorn an zu fangen.
Tarnung der Schurken:
Schurken die ihre Schnurrbärte zwirbeln sind leicht zu erkennen. Diejenigen aber, die sich in gute Taten kleiden sind hervorragend getarnt.
Wachsamkeit:
Wachsamkeit, ist der Preis den wir kontinuierlich zahlen müssen.
Ich finde es bezeichnend, wie hier der Drehbuchautor entwicklungen zeichnet. Ich persönlich finde diese in der heutigen Zeit eindeutig zu Hauf wieder. Hoffen wir, dass wir nie Islamisten verbrennen.
Bahn-Skandal : nur die Spitze des Eisbergs
Ein Arbeitskollege von mir zuerecht darauf hin, dass die derzeitge Diskussion um Bespitzelungs- und “Datenabgleichs”-Affähren nur die Spitze des Eisbergs sind – und wir brauchen uns eigentlich gar nicht zu Wundern. Unsere Bundesregierung lebt genau diesen Stil vor!
Man sollte sich bewusst werden, dass ein solches oder ähnliches Vorgehen in Unternehmen völlig der Norm entspricht. Die bekannt gewordenen Fälle sind nur deshalb aufgeflogen, weil jemand gepetzt hat. Vielmals ist es auch völlig legal, was die Unternehmen treiben. Leider.
Ein Beispiel: steht im Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarung was davon drin, dass Telefon, Email und Internetzugang nur zur Dienstlichen Benutzung überlassen werden, dann ist der Arbeitgeber lt. geltendem Recht durchaus berechtigt dies auch zu Überwachen. Ggf. zwar noch unter Einbeziehung des Betriebsrates – aber welche Konzerne haben schon IT-Profis im Betriebsrat? Wer keine Ahnung hat, kann auch nicht verhindern dass es zu – sagen wir es so – “Übertreibungen” kommt.
Zudem lässt die Sensibilität wenn es um Daten geht überhaupt in der Gesellschaft zu wünschen übrig. Selbiges gilt dem entsprechend auch für Verantwortliche in Unternehmen. Zur Erreichung des Ziels wird da wenig drüber nach gedacht, ob dies oder jenes noch Verhältnismäßig relativ zu Arbeitnehmer- oder gar Bürgerrechten ist.
Dabei haben die bekannt gewordenen Fälle bei der Bahn, Telekom oder Lidl gezeigt was man so alles mit angefallen Daten anstellen kann. Ich hoffe dies führt mittelfristig dazu, dass auch Laien zumindest erahnen werden was man mit Daten alles anfangen kann. Idealerweise nehmen sie dann auch den Ansatz “Nicht speichern ist der beste Datenschutz” für sich an.
Da nutzt es auch wenig, dass verschiedene Kreise einen verbesserten Arbeitnehmerdatenschutz fordern. Gut, es ist ein Anfang. Auf der anderen Seite aber ein Gesetz einführen zu wollen, wonach man quasi speichern kann was man will (bzw. gerade noch begründen kann) ist Heuchelei! Hier könnte man vermuten, damit die seit 1998 bestehenden Widerstände der Wirtschaft gegen ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz brechen zu wollen.



