Warum der ePerso weiterhin keine gute Idee ist

Viel wird derzeit in den Medien über den neuen ePerso berichtet. Zwar mischen sich auch kritische Betrachtungen darunter (Sicherheit, Datenschutz, Kosten / Nutzen), doch fehlt mir ein wesentlicher Kritikpunkt regelmäßig.

Hinter dem ePerso steht eine langfristige Strategie, Anonymität (bzw. Pseudonymität) im Internet zur Ausnahme zu machen. Das hat Bundesinnenminister de Maizière in seiner netzpolitischen Grundsatzrede vor Monaten klar gemacht:

Der freie Bürger zeigt sein Gesicht, nennt seinen Namen, hat eine Adresse.

Natürlich hat ein Bürger dies. Aber er darf eben NICHT verpflichtet sein sich gegenüber allen möglichen Stellen (Providern, Forenbetreibern, Shopanbietern…) zu identifizieren. Anonymität im Netz ist Garant für freie Meinungsäußerung. Zudem darf man sich im Geschäftsverkehr so nennen, wie man will – es zählt der Wille, auch der, nicht zu betrügen.

Eine schrankenlose Anonymität kann es jedoch im Internet nicht geben.

Auch hier: klar, stimmt. Gerade in Ermittlungsverfahren (in Verfahren, nicht vorher!) leuchtet das ein. Aber weiter gedacht bedeutet dies, dass Anonymität im Internet zur Ausnahme gemacht werden soll.

Surfen bald nur noch mit eingestecktem ePerso? Nein, Niemals!

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Eine Antwort auf Warum der ePerso weiterhin keine gute Idee ist

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