Beauftragsungsnotstand bei den Piraten
Im Bundesvorstand gibt es so etwas schon lange – im LV Bayern fangen wir derzeit ohne wirkliches Nachdenken darüber gerade an: Beauftragungen per Vorstandsbeschlüsse.
Ziel ist es einem Piraten eine spezielle Aufgabe oder Bereich zu übertragen in dem er/sie dann weitestgehend selbsttätig auf ein (hoffentlich) definiertes Ziel hinarbeitet. Ausgeschlossenen scheinen Budgetverwortung bzw. direkte Verwaltung von Geldern. Beauftragungen sind dabei nach gängiger Überzeugung nur für die Amtszeit des beschließenden Vorstandes gültig.
Aber: warum brauchen wir diese Vorgehensweise überhaupt? Ich dachte wir sind eine “Mitmachpartei” ? Klar funktioniert das super und ich bin den Beauftragten auch sehr dankbar für ihre super Arbeit. Gleichzeitig beobachte ich aber immer mehr wie “Basispiraten” und sogar Vorstände dazu neigen sich zurück zu lehnen und die Arbeit anderen zu überlassen. Verstärken Beauftragungen diese Entwicklung?
Spätestens wenn dann Piraten meinen sie könnten nichts tun, weil sie ja keine Beauftragung hätten … dann reiße ich dieses Beauftragungen im LV BY wieder ab
Wie sagte ein Pirat mal so schön … JEDER HAT PIRATENSUPERKRÄFTE! Dafür braucht man keine Beauftragung.
Wer macht der Macht. Im doppelten Sinne: wer in einem System eine Aufgabe übernimmt, wird automatisch die Macht von der Gruppe erhalten weiter zu machen – wenn es gute Arbeit ist. Beauftragungen schützen nicht vorm scheitern – also: auf gehts
Comments
2 Kommentare on Beauftragsungsnotstand bei den Piraten
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WolfgangP on
Di, 7th Sep 2010 1402
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korbinian on
Di, 7th Sep 2010 1937
Grundsätzlich gebe ich dir Recht – spätestens jedoch, wenn es um größere organisatorische Aufgaben geht, muss eine gewisse Struktur her.
Ich habe diese Erfahrung mit der AG Werbemittel gemacht. Eine offizielle Beauftragung durch den Vorstand gibt dem Beauftragten zum einen die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, die sich auf eine gewisse Legitimation stützen. Gleichzeitig ist er als Beauftragter der Ansprechparter zu seinem Thema.
Die entbindet natürlich niemanden von der moralischen Pflicht mitzuarbeiten, und grenzt auch niemanden aus, der bei einem bestimmten Thema mitarbeiten will, hier liegt es jetzt an der Teamleitungsfähigkeit des Beauftragten als Teamleiter wie und in welchem Maße er andere mit in Entscheidung einbezieht und Aufgaben delegiert.
Gleichzeitigt entlastet eine Beauftragung den Vorstand, da es ausserhalb nun einen Ansprechpartner zu dem Thema gibt, der Anfragen, und Themen, die er nicht alleine entscheiden kann und will dem Vorstand gebündelt und gefiltert vorträgt.
“VIele Köche verderben den Brei” – und so ist es auch hier. Wenn keine Legitimation durch Beauftragung gegeben ist, so wird sich nicht so einfach jemand finden, der dafür die Verantwortung übernehmen kann und will, da der Rückhalt durch den Vorstand nicht vorhanden ist.
Und wenn jemand als Beauftragter Scheiße baut, kann ihm der Auftrag auch jederzeit wieder vom Vorstand entzogen werden.
ich gebe dir ausnahmsweise mal vollkommen recht
wir brauchen keine “offiziellen” beauftragten, schon gar nicht vom buvo ernannt. die einzige währung die wir bei den piraten haben um leute zu motivieren aktiv zu werden ist gestaltungsmöglichkeit, anerkennung und rückhalt. wenn das auch von den vorständen ausgeht – umso besser!



